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Launch der digitalen Karte für Urbane Produktionsstätten im Bergischen Städtedreieck

Ein weiterer großer Meilenstein in dem Projekt »Neue Urbane Produktion«  ist geschafft! Nach mehreren Monaten intensiver Zusammenarbeit im Projektteam und einem Kartierungsworkshop mit Akteur:innen der Urbanen Produktion geht ab heute die digitale und interaktive Karte »Urbane Produktionsstätten im Bergischen Städtedreieck« online.

Mit der Karte wird das primäre Ziel verfolgt, Urbane Produktionsstätten sowie ihr Engagement für Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung stärker sichtbar zu machen. Kartiert werden verschiedenste Orte wie Urbane Manufakturen, Industrien oder Landwirtschaften sowie Gründungshilfen und -netzwerke, die Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen und gemeinwohlorientierungen Urbanen Produktion unterstützen. Doch die Vision geht über die bloße Sichtbarmachung hinaus. Die Karte soll den Grundstein für ein großes, kollaboratives und branchenübergreifendes Netzwerk legen, das von der Vernetzung und einem stetigen Wissensaustausch lebt und durch jeden Eintrag auf der Online-Karte wächst. Gemeinsam kann so die Zukunft der Produktion im Bergischen Städtedreieck neu gestaltet- und gemeinwohlorientiertes und nachhaltiges Handeln in der Region vorangetrieben werden. 

Das Projekt steht somit am Anfang einer digitalen Plattform, die davon lebt, in einem aktiven Workflow von interessierten und engagierten Menschen befüllt zu werden. Willst Du ebenfalls einen Beitrag leisten und auf diesem Weg unterstützen? Kennst Du vielleicht sogar selbst Urbane Produktionsstätten, deren Engagement Du stärker sichtbar machen möchtest? Oder arbeitest Du in einem urban produzierenden Unternehmen und möchtest Teil unseres wachsenden Netzwerks werden?   

Schaue Dir jetzt die Karte »Urbane Produktionsstätten im Bergischen Städtedreieck« an!

Und entdecke die Vielzahl an Produktionsstätten in Solingen, Remscheid und Wuppertal, die in ihrer Herstellung auf lokale Ressourcen und/oder Wertschöpfungsketten zurückgreifen und einen Beitrag zum Guten Leben im Quartier leisten. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert und wenn Du unterstützen möchtest, kannst Du jetzt helfen, die Karte zu füllen und somit aktiv zur Sichtbarmachung und Vernetzung der Urbanen Produktion beizutragen. Hier geht’s zur Online Karte.

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Ideenwettbewerb für Urbane Produktion

Vieles auf den Flächen des Utopiastadt-Campus ist derzeit im Wandel: Die Sanierungsarbeiten an Haupt- und Nebengebäude sowie die Vorbereitungen für den Solar Decathlon Europe halten die Utopist:innen auf Trab!

Doch das ist längst nicht alles: Noch in diesem Jahr richten wir den Blick auf die orange Speditionshalle auf dem Utopiastadt Campus. Die Erschließung der rund 3500qm großen Halle soll allen Wuppertaler:innen im DIY-Modus, Initiativen und jungen Unternehmer:innen perspektivisch den nötigen Raum bieten, um ihre Projekte und Visionen für die Gesellschaft von morgen zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. In den kommenden Jahren sollen hierfür gemeinsam mit den Menschen aus dem Quartier Mirke und weiteren kreativen Geistern und Zukunftspionieren Ideen gesponnen werden.

Den Auftakt für diesen Prozess macht unser Ideenwettbewerb für Urbane Produktion: BLAUPAUSEN.
Im Rahmen des Förderprojektes Neue Urbane Produktion vergibt Utopiastadt 2021 einen Preis für die Entwicklung einer Vision zur Umnutzung der Speditionshalle auf dem Utopiastadt Campus. Durch den Wettbewerb sollen Impulse für die Arbeits- und Lernwelten der urbanen Produktion der Zukunft gesetzt werden. Ausgezeichnet werden Konzepte, die mutige Visionen und Zukunftsbilder auf die Frage liefern, wie das Teilen von Ressourcen, gemeinsames Lernen, Arbeiten und Zusammenleben am Utopiastadt Campus weiterentwickelt werden kann. Die besten Entwürfe werden mit einem Preisgeld von insgesamt 5000€ honoriert. Eine Fachjury aus Stadtplanung, Gesellschaftsentwicklung und Architektur wird die Gewinner:innen des Wettbewerbs am 17.12.21 bekannt geben.

Wir laden kreative Geister, Zukunftspioniere und Studierende interdisziplinärer Fachrichtungen ein, sich an dem Prozess rund um die Entwicklung der Speditionshalle zu beteiligen und ihn durch kreative und visionäre Konzepte zu bereichern. Die Teilnahme ist sowohl im Team als auch als Einzelperson möglich.

Wettbewerbszeitraum:
Anmeldeschluss: 05.11.2021
Auftaktveranstaltung: 12.11.2021
Abschlusspräsentation: 10.12.2021
Preisverleihung: 17.12.2021

Alle Informationen zu den Anforderungen des Wettbewerbs, zum Ablauf sowie zur Anmeldung:
https://neue-urbane-produktion.de/ideenwettbewerb/

Foto: Dimitrij Haak
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03.10 | Alte Feuerwache, Kulturwerkstatt und Kulturkindergarten starten Angebote in der „Alten Glaserei“

Neue Angebote für alle Bewohner*innen des Quartiers Großes Familienfest zum Auftakt mit Live-Musik und Flohmarkt 

Mit einem großen Familienfest samt Live-Musik und Flohmarkt ziehen die Alte Feuerwache, die Kulturwerkstatt und der Kulturkindergarten am Sonntag, den 03.10. in die »Alte Glaserei« ein. Das Haus an der Nordbahntrasse (Juliusstraße 12) stand bislang für diverse Ausstellungen – wie z.B. der zum Solar Decathlon – zur Verfügung. 

Ab Oktober öffnet sich die »Alte Glaserei« nun auch mit Angeboten für den gesamten Stadtteil. Der Fokus liegt hier auf Veranstaltungen für alle Familien des Quartiers. Die drei Institutionen möchten mit diesen Impulsen die bunte Bevölkerung des Mirker Viertels, der Nordstadt und des Quartiers Ostersbaum ansprechen und zusammen bringen. Neben ganz niedrigschwelligen Angeboten wie einem Begegnungscafé soll dies auch mit Vorträgen, Kinderkonzerten oder Elternabenden zu aktuellen Themen gelingen. 

Den Einzug in die »Alte Glaserei« feiern die beteiligten Institutionen mit einem großen Familienfest am »Tag der deutschen Einheit«. Der Flohmarkt und das Open Air- Musikprogramm starten um 11Uhr. Ende ist um 18Uhr. Zudem gibt es viele Angebote für Kinder und Kulinarisches. 

Der in der Alten Feuerwache ansässige Verein »Planet K – Kultur für alle e.V.« ist verantwortlich für das Bühnenprogramm. Gemäß seinem Motto »Wir feiern die Vielfalt!« konnte der Verein ein buntes Line-Up auf die Bühne der »Alten Glaserei« locken:
Uncle Ho, Joseph Muaka, Belakongo, Al Watan, Kinder & Jugendliche der Alten Feuerwache, Leonora, Le Mietz, das Sinfonieorchester Wuppertal mit den Kindern des Kulturkindergartens und Dörte aus Heckinghausen & Alexander Löwenherz. Gefördert wird das Bühnenprogramm durch den Landesmusikrat NRW e.V. und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. 

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Matthias Wanner gewinnt den Forschungspreis »Transformative Wissenschaft«

»STADT TROTZ(T) KRISE – TRANSFORMATION KOLLABORATIV«: Matthias Wanner gewinnt den Forschungspreis »Transformative Wissenschaft«

Herzlichen Glückwunsch, lieber Matthias!

Seit Jahren treibt Matthias die Forschung in der Mirke an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis voran. Besonders mit seiner Kostellationsanalyse des Mirker Quartiers hat er einen großen Beitrag dazu geleistet, Veränderungen und Prozesse in der Mirke besser zu verstehen und überhaupt erst sichtbar zu machen. Aber auch viele andere Prozesse, von der Entwicklung des Utopiastadt Campus über den Aufbau der Coforschung bis hin zum Forum:Mirke, hat Matthias im Sinne echter transdisziplinärer und vor allem partizipativer Forschung vorbildlich begleitet.

In der Jurybegründung heißt es:
»Die Jury legte großen Wert auf die gesellschaftliche Relevanz der Forschung, auf die wissenschaftliche Qualität und den innovativen Forschungsansatz sowie den Vorbildcharakter und die Auseinandersetzung mit ihren Akteuren. Die Jury ist sich einig, dass Matthias Wanner mit seiner Forschung unter anderem im Reallabor Wuppertal auch in Zukunft weiter an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis wichtige Impulse setzen wird. Mit seiner Forschung lege er, so die Jury, eine deutlich erkennbare Spur in der transformativen Forschung und Bildung.«

Da unterschreiben wir aus lebhafter Erfahrung jedes Wort, gratulieren von Herzen und freuen uns auch persönlich ganz besonders für Matthias.

Die digitale Preisverleihung findet am 05.10.2021 um 16:30 Uhr live aus Utopiastadt statt. 

Wer sich die Verleihung anschauen will, kann sich hier anmelden und bekommt dann den Link zum Stream.

Mehr Informationen zu Preis und Preisträger gibt es hier. 

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Wir machen Platz für den Solar Decathlon Europe

Ab Oktober 2021 übernimmt bis zum Sommer 2022 die Bergische Universität Wuppertal die Regie über die Flächen des Utopiastadt Campus: Sie pachtet die Flächen nördlich der Trasse und los geht es mit den ersten vorbereitenden Arbeiten für den Solar Decathlon Europe (SDE), der dann im Sommer 2022 auf den gesamten Campus-Flächen stattfindet. 
Das Testzentrum hat bereits geschlossen und UTOs und PIAs sind seit Wochen damit beschäftigt, die Utopiastadt Campus Raumstation zu räumen: Außenlager, die Mirker Schrauba, Fahrradverleih und Talbohne ziehen um und finden rund um Gepäckabfertigung, Hebebühne und Bahnhofsgebäude je ihr neues, temporäres Zuhause. 

Der Solar Decathlon Europe ist ein internationaler Hochschulwettbewerb für nachhaltiges Bauen in der Stadt. Dass er in 2022 auf dem Utopiastadt Campus stattfindet, ist kein Zufall: Diesem SDE ging ein Ideenwettbewerb im Rahmen der Förderinitiative »EnEff.Gebäude.2050« voraus, in dem das Team um die Bergische Universität Wuppertal, die Stadt, das Wuppertal Institut und Utopiastadt für seinen Vorschlag »Solar Decathlon goes Urban« mit einem ersten Platz ausgezeichnet wurde. Dieser Vorschlag war in der Folge die Grundlage für den SDE 21/22 in Wuppertal. Also stehen Aufgaben im Fokus, die sich mit Sanierung, Aufstockung oder Baulückenschließung in urbanen Quartieren beschäftigen – teilweise geht es dabei um ganz konkrete Baulücken oder Aufstockungen im Mirker Quartier.

Warum ist das wichtig? Nicht nur knapper werdender Wohnraum ist ein Problem unserer Städte. Im Jahr 2050 werden ca. 68 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, gleichzeitig verbrauchen Städte bereits jetzt fast 80 Prozent der weltweiten Energieressourcen. Um den daraus resultierenden sozialen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen, braucht es innovative Lösungen, nicht nur, aber auch für die Art und Weise, wie wir bauen und wohnen. 

Und nun sind wir sehr gespannt, wie die Beispiel-Bauten auf dem Utopiastadt Campus aussehen werden und freuen uns, nächsten Sommer 18 Studierenden-Teams aus 11 Nationen hier zu begrüßen!

Stück für Stück finden die Container der Utopiastadt Campus-Raumstation einen neuen Standort. Foto: Wolf Sondermann
Auch die Talbohne hat ein neues Zuhause gefunden. Foto: Christian Hampe
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Logbuch

Mit Zollstöcken zur Digitalisierung im Bauhandwerk?

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« alle 14 Tage eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Die heutige Kolumne ist von Miriam Venn:

Logbucheintrag 0.13

Zugegeben, meine Hände funktionieren besser an der Tastatur als an der Bohrmaschine. Aber mit Stichsäge und Kantenfräse läuft es dank meines Freundes, Zimmermann, schon ganz passabel. Nach 1,5 Jahren »DigIT_Campus – das Bauhandwerk der Zukunft« – und damit Halbzeit in unserem JOBSTARTER Plus-Projekt – kann ich sagen, dass mich modernes Bauen irgendwie gepackt hat. Durch die Digitalisierung im Bauhandwerk lassen sich Prozesse im Unternehmen optimieren und beschleunigen. Laserscanner oder Flugdrohne fürs digitale Aufmaß, Büro und Baustellen per App verbunden – smarte Lösungen sind da. Allein, welche kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nutzen sie schon und haben auch noch die Kapazitäten, ihre Mitarbeitenden in diesen Bereichen fit zu machen?

Nicht so viele, obwohl es doch dabei hilft, dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben. Und, mal abgesehen davon, dass der Einsatz digitaler Lösungen letztlich Geld und Zeit spart, macht es Betriebe auch attraktiv für Nachwuchskräfte – und die werden ja händeringend gesucht. Dazu kommen die Potenziale für die Nachhaltigkeit, die die Digitalisierung des Bauhandwerks mit sich bringt – um noch schnell ein weiteres Fass aufzumachen …

Klar war, hier wollen wir was tun und KMUs aus der Region dabei unterstützen, ihre Aus- und Weiterbildung in diese Richtung anzupassen. Wir, das sind die Utopiastadt, die Bauingenieur:innen der Uni Wuppertal und die Neue Effizienz, beraten unter anderem durch Fachverbände und lokale Unternehmen.

Was dabei rausgekommen ist? Zwei kostenlose Zusatzqualifizierungsprogramme – eins für die KMUs und eins für die Azubis, die damit zu Botschafter:innen für Digitalisierung im Unternehmen werden können. KMUs haben die Möglichkeit, sich aus unterschiedlichsten Veranstaltungs- und Beratungsformaten die für sie spannendsten Angebote in den Themenbereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Ausbildungsförderung herauszupicken. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Für die Azubis bieten wir ein insgesamt 14-tägiges Schulungsprogramm an: Von Oktober 2021 bis Juni 2022 erleben die Azubis in gewerkeübergreifenden Teams, was im Bauhandwerk durch den Einsatz digitaler Werkzeuge alles möglich ist – in Theorie und vor allem Praxis!

Utopiastadt sollte eigentlich schon in der ersten Runde des Azubi-Programms inspirierender Lernort sein – und die Teams sollten auch live dort bauen. Corona zwang uns leider vor die Monitore, aber wir haben dennoch das Maximum rausgeholt.

So, aber was hat das jetzt alles mit Freibier und Zollstöcken zu tun? »Ihr müsst einfach Bierchen und Zollstöcke rausgeben, dann kommen die Leute auch«, hat mir mein Freund diese Woche noch gesagt, als ich kurz davor war, dieser Kolumne den Titel zu geben »Wie es sich anfühlt, wenn man was Cooles hat, das kaum einer will«. Denn eigentlich müssten wir längst Wartelisten haben statt freier Plätze. Vielleicht ändert diese Kolumne was daran … Sonst weiß ich ja, was zu tun ist. Prost!


Erstveröffentlicht am 23.09.2021 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/logbucheintrag-013-mit-zollstoecken-und-freibier-zur-digitalisierung-im-bauhandwerk_aid-62923893

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Kostenloser Online-Workshop: Zeit- und Selbstmanagement im Betriebsalltag

Was kann ich tun, wenn mir bei der Arbeit und privat die Zeit davonrennt? Wie lässt sich die eigene Zeit besser strukturieren und wie schaffe ich es, meiner Work-Live-Vision näher zu kommen?

Ein gutes Zeit- und Selbstmanagement trägt dazu bei, deinen Arbeitsalltag zu erleichtern.

Am 30.09.2021 steht daher der Umgang mit deiner wertvollen Zeit im Mittelpunkt unseres kostenlosen Online-Workshops »Zeit- und Selbstmanagement im Betriebsalltag«. Von 15:30 – 18:30 Uhr hast du die Möglichkeit, verschiedene Methoden und Prinzipien kennenzulernen, die dir dabei helfen Stress zu vermeiden und deine Produktivität zu steigern.

»Alpenmethode«, »Planung light«, »Getting things done«, »One-Minute-To-Do-List«, »Pomodoro«, »60-60-30-Methode«, … – im Workshop werden eine Vielzahl unterschiedlicher Prinzipien, Techniken und Tools vorgestellt und direkt ausprobiert. Stell dir dein eigenes Portfolio an Zeit- und Selbstmanagement-Methoden zusammen – ein Portfolio, das zu deiner Person, deinem Betriebsalltag und Bedürfnissen passt.

Hier geht es zur Anmeldung.

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Workshop: Denkmalgerechte Fenstersanierung – Schliff für Schliff zu altem Glanz!

Foto: Nikhil Runge

Wann? 29.09.2021 16:00 – 19:00

Wo? Utopiastadt, auf dem Bahnsteig hinter dem Hauptgebäude

Mit wem? Alexander Netterdon, Jürgen Janzen & Canan Yedek aus Utopiastadt

Was erwartet Euch?

Die Fenster sind das Gesicht des Mirker Bahnhofs – und haben in der bergischen Witterung über die Jahrzehnte echte Patina angesetzt. Der Lack platzt ab und durch die ein oder andere Fuge weht der Wind. 

Doch denkmalgerechte Sanierung ist kein Hexenwerk! Das wollen wir Euch beweisen und Euch dazu einladen einen Einblick in das Handwerk des Bewahrens zu wagen. Im Workshop lernt Ihr Schritt für Schritt, wie ein historisches Holzfenster fachgerecht aufgearbeitet wird. Gerade in der Altbaustadt Wuppertal ist das eine Fähigkeit, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Und nebenbei könnt Ihr Utopiastadt dabei helfen, die vielen verschiedenen und wunderschönen alten Fenster im Bahnhofsgebäude wieder zu dem zu machen, was sie sein sollten: Das strahlende Antlitz unserer Utopien!

Workshop – und dann?

Du liebäugelst schon länger damit, dir eines der vielen Fenster des Bahnhofs auszusuchen und zu deinem persönlichen Projekt zu machen? Dann ist nun die ideale Gelegenheit! Bei Musik, Getränken und guter Stimmung vermitteln wir dir im Workshop die notwendigen Fähigkeiten um danach in Eigenregie weiterzusanieren. Am Ende winkt eine persönliche Widmung auf deinem Fenster – und die Gewissheit, dass sich noch deine Enkelkinder staunend die Hälse verrenken werden, um einen Blick darauf werfen zu können. 

Wer teilt mit Euch sein KnowHow?

Jeden Samstag lädt Utopiastadt ein zur ‚baulichen Selbsthilfe‘ – kurz: Workout! Dann treffen sich engagierte und motivierte Menschen – die einen mit und andere ohne handwerkliche Erfahrung – nehmen Hammer, Säge und Bohrmaschine in die Hand und räumen Dinge von einer Ecke in die andere, schützen historische Dielen vor Bauschutt, reißen Betonböden raus, Wände ein und Dächer nieder, versuchen möglichst viel alte Substanz zu erhalten, renovieren historische Fenster und Türen, mauern, verlegen, verputzen – und stemmen so den Eigenanteil an einem sehr komplexen und durch Städtebaufördermitteln des Landes NRW finanzierten Sanierungsvorhabens. 

Der Workshop zur Fenstersanierung wird fachlich angeleitet von Alexander Netterdon (hauptamtlicher Koordinator der Sanierungsselbsthilfe), Canan Yedek (Bundesfreiwilligendienstleistende) sowie Jürgen Janzen (Tischler im Ruhestand), der mit Herzblut seine jahrzehntelange Erfahrung in der Holzbearbeitung weitergibt. 

Anmeldung

Du hast Feuer gefangen? Dann melde dich fix an über: nup@utopiastadt.eu

Foto: Wolf Sondermann
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Neuigkeiten

Das Testzentrum macht Platz für den Solar Decathlon Europe

Am 01.10.2021 starten die ersten vorbereitenden Bauarbeiten für den Solar Decathlon Europe, welcher im Sommer 2022 auf dem Utopiastadt Campus stattfinden wird. UTOs und PIAs sind schon seit einigen Wochen damit beschäftigt die Utopiastadt Campus Raumstation zu räumen, denn am 01.10.2021 muss der komplette Campus frei sein.

Daher wird das Utopiastadt Testzentrum (UTZ) am 18.09.2021 das letzte mal die Zelt- und Containerwände für euch öffnen.

Wir danken allen Gästen für ihr Vertrauen und die große, positive Resonanz. Ganz besonders möchten wir aber der UTZ-Crew für den durchaus riskanten Einsatz und die immer gute Laune danken. Ihr habt das UTZ zum wohl schönsten Ort des ausgelassenen Popelns gemacht. Gemeinsam konnten wir viele Infektionsketten durchbrechen und sind stolz darauf unseren Teil zum Kampf gegen die Pandemie mit euch gemeinsam beitragen zu haben.

Bleibt gesund, passt auf eure Mitmenschen auf und lasst euch nicht von der Pandemie unterkriegen.

SPREAD THE WORD, NOT THE VIRUS!

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Logbuch Neuigkeiten

Des Hutmachers neue Hüte

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« alle 14 Tage eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Die heutige Kolumne ist von Phillip ‚Fluppe‘ Siewert:

Logbucheintrag 0.12

Im August 2020 bin ich zum Gastro-Team des Hutmachers gestoßen. Durch die Pandemie habe ich meinen vorherigen Gastro-Job verloren, weil die Clubs ja dicht machen mussten. Auf den Hutmacher bin ich durch einen Instagram-Post aufmerksam geworden.

Der Hutmacher ist die Kneipe in Utopiastadt. So was wie das Einfallstor für diesen komplexen Ort – auch, wenn man nicht weiß, was in Utopiastadt alles passiert, hier kann man hinkommen, die Leute vor Ort kennenlernen und vielleicht darüber einen Zugang finden. Was den Hutmacher ausmacht ist wahrscheinlich, dass hier viele unterschiedliche Leute arbeiten – die zum Teil auch woanders anecken, und die hier einfach erstmal machen und Teil einer offenen Gemeinschaft sein können. Das gilt ja in Utopiastadt für viele Aktivitäten.

Der beste Moment für mich war, als wir dieses Jahr endlich wieder die Außengastronomie aufmachen konnten. Wir haben eine Woche davor unglaublich viel Energie da reingesteckt, weil es ja auch kurzfristig war. Alle waren hier, haben ganz viel gekärchert, Tische entstaubt, Getränkekarten wieder rausgekramt. Und bei der ersten Schicht nach dem Lockdown waren wir alle total erschöpft, aber trotzdem total gut drauf und einfach froh, dass das wieder ging.

Was das Arbeiten im Hutmacher besonders macht, ist, dass Utopiastadt mehr ist, als nur ein Café. Hier passiert noch so viel anderes. Wir haben zum Beispiel im Winter, als die Kneipe dicht war, bei der Sanierung mit angepackt, Beton rausgerissen, Dinge im Gebäude zurückgebaut. Irgendwo kann man auch außerhalb des eigentlichen Jobs immer mit anpacken und dadurch ist jeder Tag in Utopiastadt anders.

Außerdem ist es an der Trasse ganz schön schwer, einen guten Kaffee zu bekommen! Der Kaffee im Hutmacher ist fair gehandelt und stammt inzwischen von der »Talbohne«, der Kaffeerösterei auf dem Utopiastadt-Campus, in nicht mal 200 Meter Entfernung zum Hut.

Das Beste und das Schlimmste am Hutmacher ist eigentlich ein und das Selbe – und das gilt vermutlich auch für Utopiastadt insgesamt, weil dort so viel auch ehrenamtlich gestemmt wird: Es passiert immer viel unerwartetes. Kein Tag gleicht dem anderen. Das ist das schönste, aber du bist nie vorbereitet, und das ist manchmal stressig.

Ich bleibe nach der Arbeit oft hier und verbringe meinen Feierabend, weil meine Freunde und Bekannten auch alle hier sind oder sich hier treffen. Und hier fast alle ein gutes Verhältnis miteinander haben, per Du sind, gemeinsam anstoßen und zusammensitzen. Es gibt insgesamt ein gutes Miteinander. Das macht es manchmal schwer, Arbeit und Freizeit zu trennen, viel schwieriger als bei anderen Arbeitgebern, bei denen nicht dieser ganze Ort drum herum ist, wo ständig was passiert. Ich bin aber gerne hier, es ist nicht aufgezwungen und ein schönes Ambiente. Und man kann sich immer von jemandem eine Pommes schnorren.

Wenn ich den Hutmacher knapp auf den Punkt bringen würde, würde ich sagen: Liebevolles Chaos – und richtig guter Kaffee.


Erstveröffentlicht am 09.09.2021 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/hutmacher-ein-ganz-besonderes-cafe-in-der-utopiastadt_aid-62635189